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Warum die Roten Bullen um die Champions League-Teilnahme bangen müssen

Zittern in Leipzig

Warum die Roten Bullen um die Champions League-Teilnahme bangen müssen

Am Samstagabend war die Sensation perfekt: Durch den souveränen 4:1-Auswärtssieg gegen Hertha BSC Berlin qualifizierte sich RB Leipzig als erster Bundesliga-Neuling für die Champions League. Entsprechend groß war die Euphorie unter den Zuschauern und in der Mannschaft. Doch trotz des sicheren 2. Tabellenplatzes und der damit verbunden direkten Qualifikation für die Königsklasse, müssen die Roten Bullen um die Teilnahme an der Königsklasse des europäischen Fußballs zittern.

Die Schuld liegt bei Salzburg

Grund dafür sind die engen Verknüpfungen Leipzigs zu seinem "Schwesterverein" aus Österreich, Red Bull Salzburg. Die Salzburger sind aktuell Tabellenführer der österreichischen Bundesliga und bei vier ausstehenden Spielen und zwölf Punkten Vorsprung auf den 2. Platz auf dem besten Weg, den 4. Meistertitel in Folge einzufahren. Dieser berechtigt zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation, wodurch es theoretisch möglich ist, dass beide Vereine in der kommenden Saison international spielen. Nach Artikel 5 ("Integrität des Wettbewerbs") verbieten die Champions-League-Regularien aber, dass zwei Vereine in der Königsklasse starten, bei denen sich durch ihre Nähe – in diesem Fall durch den gemeinsamen Geldgeber Red Bull – Schnittmengen in der Führungs- und Verwaltungsebene ergeben, die ggf. sportliche Leistungen beeinflussen können.

Es bleibt abzuwarten, ob Leipzigs Fußballmärchen mit drei Aufstiegen in vier Jahren, am Ende mit der durchaus verdienten Teilnahme an der Königsklasse belohnt wird. Das letzte Wort hat hier die Uefa. 

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Autor: Steffen Geggus